Weißstorchbrut in Lippinghausen 2014

Weißstörche im Kreis Herford?
Noch vor wenigen Jahren eine absolute Seltenheit!

Doch – der Reihe nach…

Was bisher geschah…

 

Wir sind sehr erstaunt über das Tempo, mit dem es vorangeht. Nicht mal zwei Wochen nach der Ankunft sitzen Horst und Hilde fest auf dem Horst. Vielleicht haben Sie ja vorher einen anderen Standort probiert, der ihnen nicht recht zusagte. In jedem Fall aber kann das Gelege nicht all zu groß sein. Es ist ja auch die erste Brut….Hoffentlch ist keiner der Beiden zu ungeschickt mit den Eiern…

Brüten ist Langeweile?

Die Brut der Weißstörche dauert etwa 30-32 Tage. Auch in Lippinghausen passiert in dieser Zeit nicht all zu viel.

Regelmäßige Brutablösung, Beine und Flügel strecken, Gefiederpflege, schütteln, zupfen, sitzen, sitzen, sitzen.

Regen, Wind und Kälte können den Eiern wenig anhaben solange sie bebrütet werden. Immer vorausgesetzt, die Drainage des Horstes funktioniert.

Bildet sich bei starkem Regen eine Pfütze in der Brutmulde, können die Eier in kurzer Zeit auskühlen und die Küken sterben noch vor dem Schlupf.

Um das zu verhindern, haben wir die Nistplattform mit vielen Abzugslöchern und Drahtgeflecht am Boden versehen und mit groben Holzhackschnitzeln aufgefüllt. Das Wasser kann so ungehindert nach unten abfließen. Und natürlich haben wir den Horst im Frühjahr überprüft und gereinigt. Und dennoch:  Für uns ist das alles genauso neu wie für „unsere“ Störche. Wir bangen und hoffen.

Und manchmal erfasst die Langeweile auch den Fotografen, er fängt an, andere Tiere zu fotografieren, während er auf die nächste Brutablösung wartet.

Die Saatkrähen kommen wohl aus der Kolonie in der Nähe. Sie werden von den Störchen genauso kritisch beobachtet wie Rabenkrähen, Bussarde und Milane. Die Stare klauen sogar die gerade angesetzten Kirschen vom Baum… Das lohnt sich doch noch gar nicht!

Und das schlimmste: Wenn es wieder spannend wird, bin ich im Urlaub. Wer hat denn nur im letzten Herbst diesen Plan gemacht? Obwohl… Norwegen hat auch schöne Motive zu bieten. Also auf nach Norwegen.

 

Aber es stellt sich bei meiner Rückkehr heraus, dass sich die beiden in der Zwischenzeit tapfer geschlagen haben. Ein erneuter Besuch zweier fremder Störche blieb folgenlos. Und offensichtlich wird da im Nest irgendwas gefüttert. Aber es ist von unten beim besten Willen nichts zu sehen. Vom Schweichelner Berg her kann man mit dem Spektiv  erkennen, dass da ab und an ein klitzekleiner Schnabel nach oben gereckt wird.

Der Wetterbericht droht: Kalt, windig und viel Regen. Schreckliches Wetter für Storchenküken. Aus der Umgebung kommen die ersten Katastrophenmeldungen. Sehr viele Jungstörche sterben in diesen Tagen.

Wir bangen um Hugo, wie wir den Nachwuchs getauft haben, da wir erst mal von einem einzelnen Jungstorch ausgehen. Oder sind es doch zwei? Ornithologen wollen wenig später zwei Jungtiere erkannt haben.

 

2 Responses

  1. Guten Tag Herr Pollmeier;
    mein Name ist Peter Schubert und wir kennen uns von der Storchenbeobachtung auf dem Gelände der Firma Sokratherm.
    Meiner direkten Beobachtung gilt dem Bünder Storchennest.Für die nächste Saison möchte ich hierfür einen Blog schreiben,bzw.schreibe ich.ihn schon.
    Auf diesen Internetseiten würde ich gerne auf ihren Blog hier hinweisen,möchte dass aber nicht ohne ihre Zustimmung tun.Geben sie mir bitte auf diesem Wege Bescheid.

    Mit freundlichen Gruß

    Peter Schubert –

    http://stoercheimelsebruch.wordpress.com/

    oder

    https://www.facebook.com/groups/1525237881077003/

Schreibe einen Kommentar