Author Archives: Pollmeier Klaus

Vogelwelt im Tengerner Bruch 2017

Der Bereich in der Senke zwischen Huchzener Straße und Büttendorfer Straße ist ornithologisch durchaus interessant. In den letzten Jahren gab es hier regelmäßig erfolgreiche Kiebitzbruten. Der Bereich beherbergt eine der individuenreichsten Kiebitzbrutkolonien im Kreis Minden-Lübbecke. Ausserdem findet man zur Zugzeit mitunter auch Seltenheiten im Gebiet. Besondere Beobachtungen sind daher fett geschrieben. Angegeben sind jeweils die Tageshöchstzahlen.

(Ich freue mich über weitere Beobachtungen und Fotos, gern gemeldet über die Kommentarfunktion. Alle Kommentare werden von mir vor der Freischaltung geprüft.)

 

12.5.2017 (Seit Tagen keine Kibitze zu sehen, unklar was passiert ist)

Schafstelze: 1

Rabenkrähe: 2

Feldhase: 2

Nilgans: 2 (Brut auf dem Storchenhorst, hoffendlich werden es die Jungen nach dem Schlupf über den Rand des Horstes schaffen.)

Hausspatz: 6 (mindestens 2 Jungtiere, gerade ausgeflogen im Garten)

 

23.4.2017 (Aprilwetter)

Kiebitz: 12 (davon 3 wenige Tage alte Küken, die vorübergehend gehudert wurden, mehrere andere Kibitze sitzen noch)

Rauchschwalben: 4 überfliegend

Mönchsgrasmücke: 1 män im Garten

 

17.4.2017 (das Gras wächst schnell, die Einsehbarkeit der Fläche wird schlechter, die Wasserfläche ist ausgetrocknet)

Kanadagans: 2

Kiebitz: Mindestens 6 Brütende

Mäusebussard: 4

Rabenkrähe: 2 Nestbau in einer Baumreihe

Feldlerche: 1 singend

 

25.3.2017 (sonnig und trocken)

Kiebitz 18 (Balz, Paarung, Brut)

Graugans: 5

Star: ca 30

Rabenkrähe: 2 (wurden von den Kiebitzen massiv attackiert)

Kolkrabe: 1 (überfliegend)

Nilgans: 5

Waldwasserläufer: 4 (Nahrungssuche an Wasserlaache)

Rotmilan: 2 (überfliegend)

Mäusebussard: 4 (überfliegend)

Lachmöwe: 1 (überfliegend)

 

24.3.2017 (Sonne und recht warm, Ein Teil der Fläche wurde in Absprache mit der Biologischen Station leicht umgebrochen)

Kiebitz 16 (Balz, Nistplatzssuche, Brut??)

Graugans: 8

Star: ca 20

Rabenkrähe: 2 (wurden von den Kiebitzen massiv attackiert)

Kolkrabe: 1

Nilgans: 6

Waldwasserläufer: 1

Bekassine: 1 (an einer feuchten Stelle der Grasfläche nahrungssuchend)

Bachstelze: 4

Goldammer: 1

Mäusebussard: 1

Rotmilan: 2 (Überflug)

 

22.3.2017 (Die Fachleute der Biologischen Station haben wohl mit den Grundbesitzern gesprochen und konnten diese von einer brutschonenden Bewirtschaftung der Fläche überzeugen!)

Kiebitz: 22 (Balz, Nistplatzssuche, Brut??)

Weisstorch: 2 (Inspektion des neuen Horstes in Huchzen sind aber dann verschwunden)

Nilgans: >6

Graugans: 4

Star: ca 15

Waldwasserläufer: 1

Ringeltaube: 1

Lachmöwe: 3

Bachstelze: 3

Jagtfasan: 2

Feldhase: 2

 

19.3.2017 (Regenwetter aber nicht besonders kalt)

Kanadagans: 15

Graugans: 12

Kiebitz: 20 (Balz, Nistplatzssuche, Brut??)

Rotmilan: 1 (überfliegend)

Star: ca 30

Wacholderdrossel: ca 50

Goldammer: 1

Hausrotschwanz: 1 (Männchen)

Weisstorch: 2 (Kopulation auf dem Horst in Tengern)

Rabenkrähe: 2

Nilgans: 2

 

 

12.3.2017:

Weißstörche: 3 (zwei scheinen verpaart und vertreiben den dritten der überfliegt, vermutlich das Paar vom Horst in Tengern)

Kiebitz: 16 (Balz, Nistplatzssuche, Brut??)

Nilgans: 4

Silberreiher: 2

Star: ca 30 (nahrungssuchend)

Kolkrabe: 1 (wird von Kiebitzen vertrieben)

Waldwasserläufer: 1 (nahrungssuchend an temporärem Gewässer)

Rabenkrähe: 3

 

11.3.2017:

Besonderheit: Zahlreiche Spaziergänger mit Hunden. Ein Hundebesitzer läuft mit seinen nicht angeleinten Hunden direkt über den Acker/die Brachfläche mitten durch das Kiebitzbrutgebiet. Kiebitze attakieren und flüchten anschließend. Rückkehr der Vögel erst nach ca 30 min.

Goldregenpfeifer: 10 (Rast)

Kiebitz: 14 (Balz, Nistplatzssuche, Brut?)

Waldwasserläufer: 1 (nahrungssuchend an temporärem Gewässer)

Stockente: 3

Schafstelze: ca 10 (nahrungssuchend)

Bachstelze: 2

Star: ca 40 (nahrungssuchend)

Kanadagans: 8

Graugans: 16

Nilgans: 6

Kolkrabe: 1 (Wird von Kiebitzen und Rabenkrähen vertrieben)

Rabenkrähe: 2

Weißstorch: 2 (in Tengern auf dem Horst)

 

Storchensaison 2017 – ein Vorgeschmack

Die Saison wirft ihre Schatten Voraus:

 

zwei neue Nisthilfen

Löhne Blutwiese

Hüllhorst Huchzen

 

Die Störche in Hiddenhausen Lippinghausen überwintern in der Region.

Immer wenn das Wetter mal sonnig ist, besuchen Sie ihren Horst an der Milchstraße…Es gibt also gute Hoffnung, das es auch in 2017 wieder eine Brut geben wird. Hoffen wir, das die Vogelgrippe keinen weiteren Storch (oder auch sonstige Vögel) in der Region dahinrafft.

 

4.3.2017:

Die beiden Störche aus Tengern sind angekommen. (fast 2 Wochen früher als im vorigen Jahr)

Der Horst in Huchzen ist noch nicht weiter beachtet worden. Owohl: die Nilgänse schauen ab und an vorbei…

 

19.3.2017

Die Storchenpaare in Tengern und Lippinghausen arbeiten intensiv am Horst und an der Vorbereitung des Nachwuchses. Die Damen haben deutliche Abdrücke auf dem Deckgefieder..

Stadtsperber in Lünen

Lünen 29.10.2016 Naturfotofestival….

Nachdem wir „in der Stadt“ die Mittagspause verbracht haben, machen wir uns auf den Weg zurück zum Stadttheater. Plötzlich in der Unterführung der Bundesstraße.

Ein Trupp Naturfotografen wälzt sich auf dem Boden und einige Zuschauer bewunderen ein wohl einmaliges Schauspiel:

Ein Sperber hat eine Taube geschlagen und kann mit der Beute nicht abfliegen, da die Taube offenbar zu schwer ist. Sein Hunger ist so groß, daß er den Trubel um ihn herum ignoriert und beginnt, die Taube zu kröpfen. Ein Meter trennt Objektive und fressenden Sperber. Alles was Bilder macht, wird eingesetzt, vom Handy bis zur Profikamera mit 200/2,0 Objektiv!

Die Verschlüsse glühen und Mancher bedauert, keine Kamera dabei zu haben. Ich habe Glück. 70mm Brennweite an der Vollformat DSLR passen genau zu meinen Bildideen. Das Schauspiel dauert einige Minuten und macht uns glücklich.

Das Video gibt einen kleinen Einblick in die Situation und die Geräusche der Kameras:

 

 

 

OWL-Fototreff in Hiddenhausen

Naturfotografen (nicht nur) aus Ostwestfalen treffen sich regelmäßig im Biologiezentrum

Gut Bustedt
Gutsweg 35
32120 Hiddenhausen
.

Das Biologiezentrum befindet sich in einer alten Wasserburg. Die Treffen finden in den historischen Räumen (siehe Hinweise) im ersten Stock des Hauptgebäudes statt.

Die Teilnahme an den Treffen ist kostenlos. Getränke stehen zum Selbstkostenpreis bereit. Die Veranstaltungen beginnen um 19.00 Uhr und enden um ca. 22.00 Uhr.

Für die Bildbesprechung oder einen Vortrag steht ein hochwertiger Beamer (FullHD) zur Verfügung.

Nähere Infos unter: kontakt@owl-fototeam.de Wir freuen uns auf neue Gesichter.


 

Das nächste Treffen findet am 24.08.2017 ab 19.00 Uhr statt.

Terminvorschau:

  • 07.09.2017 (Grillabend, bitte um kurze Anmeldung)

 


 

Einige Themen der letzten Treffen:

  • Kegelrobben in Schwarz Weiss
  • Griechenlands Vogelwelt
  • Finnische Bären
  • Vogelwelt im Herbst
  • Beamer im Vergleich
  • Ausflug in die Senne
  • Wolkenbilder
  • Grönlands Gletscherwelt

Anfahrt von Norden, Osten und Westen:

Autobahn A 30, Ausfahrt Hiddenhausen
Richtung Herford. An der ersten Ampel rechts Richtung Hiddenhausen.
Dem Straßenverlauf folgend ca. 1200m bis zum Kreisverkehr, dort rechts.
Nach ca. 500m rechts Richtung Industriegebiet Bustedt.
Nach ca. 500m links (vor dem Bach) zum Biologiezentrum (Hinweisschild) einbiegen.

Anfahrt von Süden:

Autobahn A 2, Ausfahrt Herford/Bad Salzuflen
B 239 Richtung Herford.
Die B 239 wird zur Umgehungsstraße um Herford und ist dort autobahnähnlich ausgebaut.
Nach dem Ende des ausgebauten Teilstücks an der zweiten Ampel links Richtung Bünde (gegenüber Mc Donalds).
Dem Straßenverlauf folgend bis in den Ortsteil Eilshausen der Gemeinde Hiddenhausen.
An der Ampel links Richtung Hiddenhausen.
Nach ca. 1800m rechts Richtung Industriegebiet Bustedt.
Nach ca. 500m links (vor dem Bach) zum Biologiezentrum (Hinweisschild) einbiegen.

2016 der Nachwuchs ist da

Seit einigen Tagen ist die Aktivität am Horst deutlich erhöht,

Horst und Hilde kümmern sich um den offenbar frisch geschlüpften Nachwuchs. Das Timing wie immer prima: Kälte, Wind und Graupelschauer liegen hinter ihnen und die nächsten Tage versprechen gutes Wetter.

 

Noch ist es zu früh, um sagen zu können, wie viele Jungtiere geschlüpft sind, Wir hoffen natürlich auf drei

…(nach zwei in 2015)

Viel Glück bei der Aufzucht.


 

Update vom 6.5-2016

Aus sicherer Quelle: Es sind tatsächlich drei Jungstörche im Horst


Update vom 26.6.2016

Zwei Jungtiere haben die Unwetter der letzten Tage und Wochen überlebt und machen trotz des Regens einen sehr fitten Eindruck.

Die Schwungfedern wachsen rasant, Bald kommt der grosse Tag…..

DSC_2162
Mutter mit Nachwuchs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Update vom 2.9.2016

Die beiden Jungtiere sind flügge und haben Horst und Eltern verlassen.

Die Alttiere werden regelmäßig am frühen Morgen und am späten Abend auf dem Horst gesichtet. Ob sie – wie in den letzten Jahren – hier überwintern?

Wir sind gespannt.

Farbrauschen

 

September/Oktober 2015 Eine Reise in die Region Tromsö.

Der Anlass war unser Wunsch Nordlicht zu sehen und zu fotografieren.

Schon auf der Hinfahrt wurden wir geblendet von den Herbstfarben der nordischen Natur -> Farbrauschen

In Tromsö angekommen bezogen wir Quartier in einer schönen Campinghütte auf dem Campingplatz und durchstreiften für etwa eine Woche die Gegend, u.a. um schöne Plätze für die Nordlichtfotografie zu erkunden.

Zum Glück hatten wir Unterstützung durch Hinrich Bäsemann. Ein profunder Kenner der Gegend und Experte in Sachen Nordlichtern. Wir waren sehr angetan von den Möglichkeiten der Gegend. Mit einer solchen Vielfalt hatten wir nicht gerechnet. Diese Region ist definitiv eine Reise wert. Ein erster Höhepunkt war eine kurze Reise mit dem Traditionsschiff der Hurtigroute M/S Lofoten unter Nordlicht. Die See war spiegelglatt und so entstanden meine ersten Nordlichtfotos an Bord eines fahrenden Schiffes in der Kulisse der Vororte von Tromsö.

Am dritten Abend dann die Chance: gutes Wetter und eine starke Sonnenaktivität.

Wir machten uns auf, zu einem Bergsee in lichtloser Umgebung westlich von Tromsö. Hier war es stockdunkel und ich hatte zunächst erhebliche Schwierigkeiten die Kamera scharf zu stellen.

Zum Glück erhellte bald der Mond die Berge und es gelang mir das Objektiv über die LiveView Funktion der Kamera zu justieren. Alsbald erschien ein kräftiger Nordlichtbogen und die kalte Luft  war vergessen.  Der See lag ruhig und der grüne Spiegel makellos.Sogar rote Töne konnten wir später auf den Bildern entdecken. Stärke und Position der Nordlichter änderte sich schnell und wir konnten uns kaum entscheiden zwischen fotografischem Ehrgeiz und schierem Staunen.  Gegen 22:00 Uhr zog Bewölkung auf und wir fuhren zur Unterkunft. Nachdem die Bilder gesichtet und gesichert waren noch ein kurzer Blick aus dem Fenster vor dem Zubettgehen.

OJE, der Himmel klar und hell erleuchtet…..Und nochmals raus und frierend in der Nacht den grünen Bändern nachjagen, die über den Himmel flattern.

 

Es folgten einige Tage mit schlechterem Wetter. An unserem letzten Tag zog es uns noch einmal auf die Inseln nordwestlich von Tromsö. Neben grandioser Natur erwartete uns ein großer Glücksfall: In einem kleinen Fjord hatten wir Schweinswale entdeckt und beobachteten, wie die kleine Gruppe den Fjord auf der Suche nach Nahrung durchstreifte. Mehr zufällig schauten wir, ob weitere Schweinswale zu entdecken seien.

Plötzlich entdeckten wir in der Mitte des Fjordes einen deutlich größeren Blas…

Die kleine Straße führte uns um den Fjord herum und zu einem kleinen Sandstrand nah am Ausgang des Fjordes. Der Wal war noch im Fjord und kam langsam näher. Wir hofften das er vielleicht auf dem Weg aus dem Fjord heraus an uns vorbeischwimmen könnte. Dann tauchte er etwa 200m entfernt nah am Ufer auf …. und wieder ab.

Und plötzlich – nur etwa 50m entfernt – tauchte er unvermittelt kurz auf, um dann aus dem Fjord herauszuschwimmen. Alle Sachkundigen in der Gegend interessierten sich für unsere Beobachtung und wir erfuhren, dass die Wale normalerweise erst im November die Fjorde besuchen, um Heringe und andere Fische zu erbeuten, die im Winter hier laichen. Wir haben also zufällig eine der ersten Walbeobachtungen der Saison 2015/2016 gemacht.

Der Heimweg war zunächst geprägt von Dauerregen, Sturm und Überschwemmungen. Die Reiseplanung wurde also wetterbedingt verändert.

Erst südlich von Trondheim war die Wetterlage wieder besser, so das wir noch einige Tage im Dovrefjell verbrachten. Es gibt sicher bessere und spektakulärere Bilder von Moschusochsen, aber die Herbstfarben haben uns auch hier begeistert.

 

Und zum Abschied gab es für uns völlig überraschend auch am Dovrefjell noch einmal die Möglichkeit, eine ware Nordlichtexplosion zu erleben, die scheinbar aus der Milchstraße hervorschoss. Und das alles bei extrem scharfen Wind der die Bäume verwischte. Und wenn man das Stativ sowieso festhalten muss, kann man auch noch ein wenig am Zoomring des Objektives drehen, um den Farbrausch zu vollenden.

 

 

 

 

 

 

Weißstorchbrut in Lippinghausen 2014

Weißstörche im Kreis Herford?
Noch vor wenigen Jahren eine absolute Seltenheit!

Doch – der Reihe nach…

Was bisher geschah…

 

Wir sind sehr erstaunt über das Tempo, mit dem es vorangeht. Nicht mal zwei Wochen nach der Ankunft sitzen Horst und Hilde fest auf dem Horst. Vielleicht haben Sie ja vorher einen anderen Standort probiert, der ihnen nicht recht zusagte. In jedem Fall aber kann das Gelege nicht all zu groß sein. Es ist ja auch die erste Brut….Hoffentlch ist keiner der Beiden zu ungeschickt mit den Eiern…

Brüten ist Langeweile?

Die Brut der Weißstörche dauert etwa 30-32 Tage. Auch in Lippinghausen passiert in dieser Zeit nicht all zu viel.

Regelmäßige Brutablösung, Beine und Flügel strecken, Gefiederpflege, schütteln, zupfen, sitzen, sitzen, sitzen.

Regen, Wind und Kälte können den Eiern wenig anhaben solange sie bebrütet werden. Immer vorausgesetzt, die Drainage des Horstes funktioniert.

Bildet sich bei starkem Regen eine Pfütze in der Brutmulde, können die Eier in kurzer Zeit auskühlen und die Küken sterben noch vor dem Schlupf.

Um das zu verhindern, haben wir die Nistplattform mit vielen Abzugslöchern und Drahtgeflecht am Boden versehen und mit groben Holzhackschnitzeln aufgefüllt. Das Wasser kann so ungehindert nach unten abfließen. Und natürlich haben wir den Horst im Frühjahr überprüft und gereinigt. Und dennoch:  Für uns ist das alles genauso neu wie für „unsere“ Störche. Wir bangen und hoffen.

Und manchmal erfasst die Langeweile auch den Fotografen, er fängt an, andere Tiere zu fotografieren, während er auf die nächste Brutablösung wartet.

Die Saatkrähen kommen wohl aus der Kolonie in der Nähe. Sie werden von den Störchen genauso kritisch beobachtet wie Rabenkrähen, Bussarde und Milane. Die Stare klauen sogar die gerade angesetzten Kirschen vom Baum… Das lohnt sich doch noch gar nicht!

Und das schlimmste: Wenn es wieder spannend wird, bin ich im Urlaub. Wer hat denn nur im letzten Herbst diesen Plan gemacht? Obwohl… Norwegen hat auch schöne Motive zu bieten. Also auf nach Norwegen.

 

Aber es stellt sich bei meiner Rückkehr heraus, dass sich die beiden in der Zwischenzeit tapfer geschlagen haben. Ein erneuter Besuch zweier fremder Störche blieb folgenlos. Und offensichtlich wird da im Nest irgendwas gefüttert. Aber es ist von unten beim besten Willen nichts zu sehen. Vom Schweichelner Berg her kann man mit dem Spektiv  erkennen, dass da ab und an ein klitzekleiner Schnabel nach oben gereckt wird.

Der Wetterbericht droht: Kalt, windig und viel Regen. Schreckliches Wetter für Storchenküken. Aus der Umgebung kommen die ersten Katastrophenmeldungen. Sehr viele Jungstörche sterben in diesen Tagen.

Wir bangen um Hugo, wie wir den Nachwuchs getauft haben, da wir erst mal von einem einzelnen Jungstorch ausgehen. Oder sind es doch zwei? Ornithologen wollen wenig später zwei Jungtiere erkannt haben.

 

Horst und Hilde

Weißstörche im Kreis Herford?
Noch vor wenigen Jahren eine absolute Seltenheit!

Doch – der Reihe nach…

Was bisher geschah…

 

10.April 2014

Hornborgasee in Schweden Tanz der Kraniche. Ein wunderschönes Naturschauspiel!

Nachricht aus Lippinghausen,  ich will so schnell wie möglich nach Hause.

Fünf lange Tage muß ich warten, um es mit eigenen Augen zu sehen:

Zwei Störche kommen gemeinsam zum Horst und verstehen sich sofort prächtig:

 

Schnell ist für uns klar, Horst ist zurück und hat Hilde mitgebracht…

Hilde ist beringt: Eine Meldung bei der Vogelwarte Helgoland und die Rückmeldung von dort bringen neue Fakten.

Hilde stammt aus Berne Landreis Wesermarsch und wurde dort 2011 nestjung beringt. Eine junge Storchendame aus Niedersachsen also.

Wir erfahren zusätzlich, sie wurde 2013 im Kreis Minden Lübbecke gesehen, hat dort aber nicht gebrütet. Mit drei Jahren also wohl ihr erster Brutversuch.

Horst und Hilde
Horst und Hilde
Hilde ist verheiratet
Hilde ist verheiratet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die nächsten Tage vergehen wie im Fluge.  Es wird der Horst ausgebessert, es wird ausgiebig geklappert, geschnäbelt, gestorchelt und probegesessen. Die beiden beobachten mitunter interessiert was unter ihnen für merkwürdige Dinge passieren: Ferngläser, Spektive, Foto- und Filmkameras sind auf die neue Attraktion der Firma SOKRATHERM gerichtet. Die beiden bleiben entspannt und erkunden die Gegend. Oft werden sie im Füllenbruch beobachtet. Sie lassen ihren Horst jedoch nicht eine Minute unbeschützt, was sich bald als notwendig herausstellt.

Am 17.4. attakiert ein fremder Storch das junge Paar. Er trägt einen dünnen Kunststoff-Ring am rechten Fuß. Doch er wird abgewehrt.  Das ist unser Horst!

 

Ab dem 22.4.2014 sitzen Horst und Hilde abwechselnd und ständig auf dem Horst.

Die Brut hat begonnen…!

 

 

Horst auf dem Horst

Weißstörche im Kreis Herford?
Noch vor wenigen Jahren eine absolute Seltenheit!

Doch – der Reihe nach…

Was bisher geschah…

 

Frühjahr 2013, es wird spannend.

Niemand rechnet ernsthaft mit einem Horstbesuch und doch: Alle Kollegen schauen in den Pausen immer wieder zum Himmel, ob sich nicht doch ein Storch blicken lässt.

Dann, gegen Ende März an einem klaren Tag:

 

Drei Störche im Tiefflug kommen von Westen heran. Und einer landet sogar kurz auf dem frisch mit Heu ausgepolsterten Horst.

Doch die anderen ziehen weiter und er fliegt hinterher. Schnell eine Mail an den Chef im Urlaub:

Der erste Storch war da, wenn auch nur ein paar Sekunden…..

 

Und weiter geht das Warten…

Am 30.4 – ich sitze noch am Frühstückstisch – Anruf vom Kollegen: Bring Deine Kamera mit, ein Storch…

Es dauert nur Stunden, dann hat Horst seinen Namen. Und alle – wirklich alle – drücken die Daumen:

Da kommt doch sicher noch ein munteres Storchenweibchen dazu wie in Bünde……

Und Horst gibt sich wirklich Mühe, einen toll ausgebauten Horst zu präsentieren…

Horst ist stolz
Horst ist stolz

 

Es gibt einige Kurzbesuche doch „Mann und Frau“ verstehen sich nicht recht.

Horst bleibt stolz und doch auch einsam in 2013.

 

Er wird über einen Zeitraum von etwa 8 Wochen täglich und später noch sporadisch auf dem Horst beobachtet.

 

 

Irgendwie sieht es so aus, als macht er sich schon hübsch für 2014.

Horst macht sich fein
Horst macht sich fein