Horst auf dem Horst

Weißstörche im Kreis Herford?
Noch vor wenigen Jahren eine absolute Seltenheit!

Doch – der Reihe nach…

Was bisher geschah…

 

Frühjahr 2013, es wird spannend.

Niemand rechnet ernsthaft mit einem Horstbesuch und doch: Alle Kollegen schauen in den Pausen immer wieder zum Himmel, ob sich nicht doch ein Storch blicken lässt.

Dann, gegen Ende März an einem klaren Tag:

 

Drei Störche im Tiefflug kommen von Westen heran. Und einer landet sogar kurz auf dem frisch mit Heu ausgepolsterten Horst.

Doch die anderen ziehen weiter und er fliegt hinterher. Schnell eine Mail an den Chef im Urlaub:

Der erste Storch war da, wenn auch nur ein paar Sekunden…..

 

Und weiter geht das Warten…

Am 30.4 – ich sitze noch am Frühstückstisch – Anruf vom Kollegen: Bring Deine Kamera mit, ein Storch…

Es dauert nur Stunden, dann hat Horst seinen Namen. Und alle – wirklich alle – drücken die Daumen:

Da kommt doch sicher noch ein munteres Storchenweibchen dazu wie in Bünde……

Und Horst gibt sich wirklich Mühe, einen toll ausgebauten Horst zu präsentieren…

Horst ist stolz
Horst ist stolz

 

Es gibt einige Kurzbesuche doch „Mann und Frau“ verstehen sich nicht recht.

Horst bleibt stolz und doch auch einsam in 2013.

 

Er wird über einen Zeitraum von etwa 8 Wochen täglich und später noch sporadisch auf dem Horst beobachtet.

 

 

Irgendwie sieht es so aus, als macht er sich schon hübsch für 2014.

Horst macht sich fein
Horst macht sich fein

 

Balz im Blauen

Im Mai kann man die Balz der Seeschwalben am Eidersperrwerk (Schleswig Holstein, bei Tönning) sehr gut beobachten und fotografieren.

Eines Abends gab es besonders gute Bedingungen für die Seeschwalben. Die Strömung im Sperrwerk war hoch und somit waren die Fische für die Vögel relativ leicht zu erreichen. Die Vögel saßen auf dem Geländer und warteten auf die Rückkehr des Partners.

Der Wind stand günstig, so dass die anfliegenden Vögel sehr oft versuchten, die Beute bereits im Flug zu übergeben. Ich experimentierte mit verschiedenen auch langen Belichtungszeiten. Bei einem der letzten Anflüge – schon nach Sonnenuntergang – entstand dann das Foto.

Für mich ein schöner Ausklang eines Frühlingstages.

 

In der Kategorie „Vögel“ reichte ich dieses Bild bei den Norddeutschen Naturfototagen 2011 ein.

Die Aufnahme gefiel dem Publikum so gut, dass sie mit dem 5. Platz in diesem Wettbewerb ausgezeichnet wurde.

Skuas auf Runde (Norwegen) Mai 2014

Bei unserem Besuch gegen Ende Mai 2014 auf der Vogelinsel Runde konnten wir einige der mehr als 50 Skuapaare der Insel genauer beobachten und fotografieren. Die Skuas haben auf Runde in den letzten Jahren zugenommen und sind nun fächendeckend auf der Hochfläche der Insel zu beobachten.

In der Nähe des Wanderweges zu den Vogelfelsen hatten einige Paare ihr Revier. Eine längere Pause auf dem steilen Anstieg war uns sehr willkommen. Es war auffällig, dass die Revierinhaber in der Nähe des viel begangenen Wanderpfades relativ entspannt auf Wanderer reagierten. Wir konnten keine echten Angriffe beobachten. Es gab lediglich einige Überflüge um uns zu zeigen: „Wir sind da, legt euch nicht mit uns an“.

Einige Paare brüteten, andere waren noch mit der Wahl des Nistplatzes beschäftigt. Die meisten Attaken galten den Reviernachbarn und anderen Skuas die zufällig in das jeweilige Revier eindrangen. Immer wieder sahen wir auch Paare und sogar 4er und 6er Gruppen, die im Formationsflug über die Hochfläche flogen.

Nach Aussage von Knut Goksöyr sind die Paare nahe am Wanderweg auch mit Jungtieren recht friedlich, solange der Wanderer auf dem Weg bleibt.

 

Windfrieds erstes Leben

Weißstörche im Kreis Herford?
Noch vor wenigen Jahren eine absolute Seltenheit!

Doch – der Reihe nach…

 

Rückblende:

1993 „Windfried“, eines der ersten Windräder im Kreis Herford wurde in Hiddenhausen-Lippinghausen aufgestellt und und eingeweiht.

Er produzierte über Jahre genügsam und störungsarm umweltschonenden Windstrom.

Irgendwann kam es durch einen Blitzschlag zu einem großen Schaden und eine Reparatur der Anlage erschien nicht lohnenswert. Die noch nutzbaren Anlagenteile wurden demontiert und übrig blieb der Mast:

Weiß, aus Stahlbeton, etwa 30m hoch. Was macht man nur mit diesem „Schornstein“, standsicher noch für 100 Jahre…..

 

Im Sommer 2012 (es waren Weißstörche in der Nähe von Bünde gesichtet worden) entschlossen wir uns, das unwahrscheinliche zu wagen….

Wir bauen eine Nisthilfe für den Weißstorch – Und schenken sie unserem Chef zum Geburtstag. Der Bau und die Montage war für alle Beteiligten ein großer Spaß.

 

August 2012 frisch ans Werk:

 

Einen guten Bauplan und wertvolle Tipps zum Bau der Nisthilfe fanden wir auf den Seiten des Nabu: http://schleswig-holstein.nabu.de/naturvorort/weissstorch/derweissstorch/03614.html

frei nach dem Motto: Dem Inschinöör ist nichts zu schwöör… haben wir den Bauplan etwas modifiziert um die Haltbarkeit zu verbessern. Nach der Montage blieb uns allen nur noch zu…

Warten auf das Jahr 2013 und die Ankunft der ersten Störche…..

Märzenbecher

Mit diesem Bild konnte ich bei den Norddeuteschen Naturfototagen 2011 in Waren in der Kategorie „Pflanzen“ den 5. Platz erringen.

Entstanden auf einem Ausflug der GDT Regionalgruppe Niedersachsen am Schweineberg in der Nähe von Hameln, zeigt dieses Bild für mich den gelungenen Versuch, ein statisches Motiv in Bewegung zu bringen.

Neben vielen scharfen Bildern experimentierte ich an diesem Tag mit Langzeitbelichtungen und Bewegung.

Der Baum mitten im großflächigen Bestand der Märzenbecher inspirierte mich, ihn in der Bildmitte zu positionieren und wärend der Belichtung die Brennweite zu verändern.
Aus etwa 50 gezoomten Aufnahmen wählte ich schließlich diejenige für den Wettbewerb aus, die nur zum Teil durch die Zoombewegung verwischt war. Die Bewegung gibt dem Bild ein wenig Weichheit zurück. Der scharfe Anteil der Belichtung zeigt das Motiv in der notwendigen Detailierung.